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Intelligente logistische Produktrepräsentation für innovative technische Fahrzeugkomponenten - ILogTec

Technologische Trends in der Automobilindustrie wie die Elektromobilität und die verstärkte Integration von intelligenten Assistenzsystemen (Embedded Systems) – vom Regensensor bis zum autonomen Fahren – führen zu einer radikalen Erhöhung der Teile- und Variantenkomplexität. Die Kompatibilität der elektronischen Komponenten im Fahrzeug, unterschiedliche Produktlebenszyklen und die daraus resultierenden Abhängigkeiten stellen nicht nur die Hersteller, sondern auch die Logistik vor neue Herausforderungen.

Der Einsatz elektronischer Komponenten im Fahrzeug gewinnt seit Jahren mehr und mehr an Bedeutung. Schon heute stellt das Auto ein überaus komplexes Produkt dar: Pro Fahrzeug werden zwar „nur“ rund 10.000 Teile verbaut, doch die Anzahl der durch die Logistik zu beherrschenden Teile und Varianten liegt mit 200.000 bis 300.000 für einen Fahrzeugtyp um ein Vielfaches höher. Die Ausstattung ist nicht nur abhängig vom Kundenwunsch, sondern auch vom Absatzmarkt, technischen Abhängigkeiten und weiteren Einflussfaktoren. Mit den neuen elektronischen Systemen steigt die Komplexität des Produkts „Auto“ deutlich. Sowohl im Zuliefer- als auch im Ersatzteilgeschäft ergeben sich daraus neue Anforderungen an die Logistik. Allerdings dokumentiert die bisherige Form der für die Logistik herangezogenen Datenstruktur, die Produktrepräsentation, die technischen Zusammenhänge der elektronischen Komponenten noch nicht hinreichend, um Auswirkungen und Potentiale des steigenden Elektronikanteils für die Logistik abzuschätzen.

Ziele des Projekts

Schwerpunkt des Forschungsprojekts ILogTec ist die methodische Entscheidungsunterstützung für Ausplanung, Absicherung und Bewertung der Logistik neuer technischer Fahrzeugkomponenten. Dazu sollen die logistikrelevanten Charakteristika elektronischer Fahrzeugkomponenten identifiziert und in eine flexible prozessübergreifende Datenstruktur integriert werden. Diese neue Produktrepräsentation wird die logistischen Planungsaufgaben für Entwicklung, Produktion und Logistik gleichermaßen vereinfachen. In den Bereichen Produktion, Distribution und After Sales können die Forscher von ILogTec dabei in Teilen auf Forschungsergebnisse aus den EffizienzCluster-Projekten Supply Chain Design und Supply Chain Planning aufsetzen. Das technische Know-How steuern die beteiligten Hochschulen aus den Forschungsschwerpunkten bei, in denen mit Partnern aus der Industrie anwendungsnah an technischen Entwicklungsprozessen und Prototypen für Embedded Systems (Forschungsschwerpunkt PIMES) sowie Fahrzeugbauteilen für die Elektromobilität (Forschungsschwerpunkt nachhaltige MOBILITÄT) geforscht wird.

Konkrete Innovationen

Mit einer verbesserten Produktrepräsentation kann die Logistik als Querschnittsfunktion zwischen Technik, Einkauf, Produktion und Vertrieb die Strukturen und Prozesse schaffen, mit denen sich in späteren Serienprozessen die Vielfalt und Komplexität auftragsspezifischer wie standardisierter Teile eines Fahrzeug effizient managen lassen. Bereits in der frühen Entwicklungsphase kann für hochgradig elektronisch geprägte Bauteile und Module die Vereinbarkeit mit serientauglichen Logistikprozessen abgesichert werden. Das Projekt verfolgt eine integrierte Herangehensweise, das die Erstellung eines betriebswirtschaftlich-technischen Konzepts in Zusammenarbeit mit Praxispartnern aus der Automobilindustrie sowie eine prototypische Umsetzung und direkte Validierung an unterschiedlichen Anwendungsfällen beinhaltet.

Das Projekt ist in das Programm „Forschung an Fachhochschulen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eingebettet. In der Förderlinie Ingenieurnachwuchs werden die forschungs- und anwendungsnahe Qualifizierung von Ingenieuren sowie die Etablierung von forschungsstarken ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchsteams an Fachhochschulen unterstützt.

Partner im Projekt

  • Fachhochschule Dortmund
  • Hochschule Bochum
  • LogProIT GmbH
  • Technische Universität Dortmund
  • Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (assoziiert)
     

 

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Katja Klingebiel

Fachhochschule Dortmund

Tel.: +49 (0) 231 9112-4931

E-Mail:katja.klingebiel
@fh-dortmund.de

 

Prof. Dr.-Ing. Michael Toth

Hochschule Bochum

Tel.: +49 (0) 234 32-10 652

E-Mail:michael.toth
@hs-bochum.de

Daten & Fakten

Projektstart

01.05.2015

 

Projektlaufzeit

36 Monate

 

Projektvolumen

500 000 Euro

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Unterstützer
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