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Urbane Versorgung - Logistiklösungen für die Stadt

Im Jahr 2017 wird mehr als Hälfte der Weltbevölkerung in urbanen Räumen leben. Doch in den hoch komplexen und verdichteten Lebensräumen ist eine nachhaltige Versorgung der Menschen mit Gütern und Waren mit den derzeitigen Strukturen nicht gewährleistet. Handelsunternehmen, Lieferanten, Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) sowie Logistik-Dienstleister benötigen daher effiziente Logistiklösungen speziell für den urbanen Raum.

Urbane Regionen sind Wachstumsmotoren und Zentren der Produktivität, hier pulsiert das Leben. Wie unter einem Brennglas kann man in Städten und Ballungsräumen aber auch beobachten, wie der demografische Wandel, die Individualisierung und der Umweltschutz das Leben beeinflussen. So verändert sich derzeit die Art und Weise, wie sich Menschen versorgen, grundlegend: Der Internethandel begünstigt die Bestellung von Kleinstmengen, mehr und mehr Einzelsendungen verlassen die Lager, der Bedarf an flexiblen Anlieferungen rund um die Uhr steigt. Auch im Handel ist der Trend zu beobachten: Immer mehr verschiedene Produkte sind in den Regalen zu finden, immer öfter kommen neue Produkte hinzu. Die Folge: Die Bestellmengen sinken, die Anlieferfrequenzen steigen, damit der Handel seinen Kunden stets alles bieten kann. Mit dem wachsenden Anteil älterer Menschen in der Gesellschaft wird aber auch die Nachfrage nach gänzlich neuen Versorgungskonzepten steigen, die in das Gesamtsystem der urbanen Versorgung integriert werden müssen. 

Der steigende Lieferverkehr in den Städten wiederum wird selbst zum Problem: Die ohnehin begrenzten Infrastrukturen werden noch stärker belastet, die Umweltverschmutzung nimmt zu. Mit Restriktionen für innerstädtische Verkehre steuern Politik und Verwaltung gegen. Im Ergebnis kann es jedoch zu Lieferverzögerungen und damit zu Engpässen in der Versorgung der Städte kommen.

Diese gegensätzlichen Tendenzen will das Leitthema vereinen, die Widersprüche auflösen: durch einen effizienten Umgang mit Ressourcen bei Wahrung der Individualität – sowohl im Hinblick auf die Versorgung mit Waren und Information als auch auf den Erhalt der individuellen Mobilität. Denn gerade Ballungsräume brauchen eine robuste und sichere Logistik. 

Ebenen der Innovation

Dabei setzt das Leitthema insbesondere auf die Kooperation durch die Einbindung aller beteiligten Partner in der urbanen Lieferkette sowie einen effizienten Informationstausch mithilfe neuer Technologien. Sie sind die Voraussetzung für:

  • Konzepte und Lösungen zur Bündelung logistischer und nicht-logistischer Dienstleistungen (Handel, KEP, Pflegerische Versorgung) im Hinblick auf den demografischen Wandel sowie zur Bündelung verschiedener Material- und Warenströme zur Vermeidung von Logistikverkehren im urbanen Raum.
  • Navigationslösungen, die Restriktionen, Zufahrtsbeschränkungen oder Anforderungen innovativer Transportsysteme berücksichtigen.
  • Konzepte, die eine Einbindung von Elektromobilität in urbane Versorgungsstrukturen ermöglichen.
  • Innovative Warenübergabesysteme auf der letzten Meile, die Konzepte zur urbanen Versorgung komplettieren.

Potenziale des Leitthemas

Zur Sicherung der urbanen Versorgung müssen die Logistikleistungen der Partner optimiert gebündelt werden: Ein Ansatz dazu ist die Entwicklung eines „Smart Grid for Urban Supply“, analog zum intelligenten Stromnetz. Ein solches Smart Grid als Versorgungsnetz für urbane Gebiete muss in der Lage sein, alle Versorgungsfälle ad hoc und flexibel abzudecken. Dazu müssen stark verteilte Strukturen zur Versorgung entwickelt und installiert werden. Die Vision des Smart Grid verbindet die bestehenden Projekte miteinander und gibt weiteren Projektansätzen einen strategischen Raum.

Dokumente & Downloads

Der Erfolg von Konzepten für die urbane Versorgung ist eng mit dem Kooperationswillen der beteiligten Partner und neuen Kommunikationstechnologien zum effizienten Informationsaustausch verbunden.

Ansprechpartner

Dipl. Betrw. Christiane Auffermann (MBA)

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Tel.: +49 (0) 231 97 43 309

E-Mail:
christiane.auffermann
@iml.fraunhofer.de

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