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Logistische Gestaltungskompetenz
Logistische Gestaltungskompetenz
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Executive Talk - Zukunft der Logistik
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Executive Talk - Zukunft der Logistik

Christian A. Rast (BrainNet) und Prof. Dr. Michael ten Hompel (Fraunhofer IML)

Logistische Gestaltungskompetenz - ein Kompass für die Logistik

Die ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen der Zeit erfordern eine Neuausrichtung der Logistik. Damit die Branche – und neben ihr viele andere wirtschaftliche und soziale Akteure – Beiträge zur Lösung der Gegenwartsprobleme leisten und Wandlungsprozesse vorantreiben kann, ist logistische Gestaltungskompetenz ein wesentlicher Baustein. Die „Bildung der Logistik“ geht dabei mit „Bildung in der Logistik“ einher.

Demografischer Wandel, Klimawandel oder Verstädterung verändern die Welt und verlangen nach neuen Konzepten, um die Auswirkungen zu kontrollieren, beherrschbar zu machen, vielleicht sogar positiv zu verstärken. In vielen Bereichen ist die Logistik besser als andere Wissenschaften oder Branchen in der Lage, Antworten zu finden und Lösungen zu entwickeln. Das Leitthema lenkt den Blick auf nachhaltige Geschäftsmodelle und verantwortungsvolle Produkte – auch und gerade im Rahmen der zunehmenden Hightechorientierung der Disziplin und ihrer Verantwortung als Organisator globaler Wertschöfpungsnetze. Die Logistik von morgen entwickelt ihr Selbstkonzept weiter, erkennt ihre Rolle im großen sozioökonomischen Zusammenhang an und erweitert ihr Handlungsportfolio entsprechend. 

Das Leitthema trägt die neuen Themen dabei auch an die in der Logistik tätigen Menschen heran. Der Logistiker soll für die Herausforderungen von morgen mithilfe neuer kurrikularer Modelle und innovativer Lernmethoden qualifiziert werden, sowohl in der Ausbildung als auch in der Weiterbildung, über alle Fachebenen und Hierarchiestufen hinweg. Die nachwachsende Generation der Logistiker wird in Systemen und vielfältig vernetzt denken, technisches Handwerkszeug nicht nur beherrschen, sondern es auf Nutzungszwecke hin gestalten. Der Logistiker von morgen ist dabei stets der Orientierung an der Nachhaltigkeit verpflichtet. Diese neue Orientierung der Logistik in einem regionalen Kontext zu verankern, exemplarisch vorzudenken und pilothaft umzusetzen, um bewusst Trends zu setzen, ist eine Aufgabe des EffizienzCluster Logistik Ruhr.

Ebenen der Innovation

Es wird Aufgabe einer neuen Generation von Logistikern sein, ihre Disziplin als Kern der Lösung ökonomischer, ökologischer und gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen zu begreifen und sich auf die Kompetenz des intelligenten Managements von Komplexitäten zu besinnen. Nur so lassen sich globale Wertschöpfungsnetze aktiv und nachhaltig gestalten. Um logistische Realität und Zukunft chancenorientiert zu gestalten und Folgen positiv und proaktiv zu meistern, bedarf es einer hohen „Awareness“ auch über Details der Beziehung in Wirtschafts- und Lebenssystemen sowie einem besonderen Verständnis von Inhalten und Methoden.

Vor diesem Hintergrund verfolgt das Leitthema folgende Forschungs- und Handlungsfelder:

  • Aufbau eines neuen Selbstkonzepts von Logistik und Logistikern für ihre Beiträge in der „Logistischen Gesellschaft“ im Rahmen einer Nachhaltigen Entwicklung
  • Konzepte für Qualifizierungsprogramme: inhaltlich-kurrikular, strategisch und methodisch (in klassischen Lernformaten sowie Electronic und Blended Learning
  • Modulare Bildungsangebote für Lernkarrieren in einem durchlässigeren Bildungssystem (von der beruflichen Ausbildung über Fachpraxis bis zum akademischen Studium)
  • Entwicklung von „Dialogstrukturen für den Know-how-Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft" und Erzeugung von „Good Practice“ und „New Practice“
  • Initiierung neuer Innovations- und Verantwortungskulturen
  • Stärkung der Logistik als querschnittorientierte Systemwissenschaft im akademischen Bereich

Das Leitthema begründet insgesamt eine Bildungsstrategie für die Metropolregion Ruhr. Das Bildungsangebot wird virtuell zusammengeführt und vermarktet, so dass die Region als „Logistics Knowlegde Cluster“ weltweit sichtbar wird.

Potenziale des Leitthemas

Das Leitthema ist als Querschnittsthema angelegt, in dem die inhaltliche Arbeit des Clusters insgesamt vorangetrieben, ergänzt und vertieft wird. Mithilfe der Logistischen Gestaltungskompetenz wird gewissermaßen ein Kompass für die Logistik der Zukunft entwickelt. Das Themenspektrum reicht dabei von der Notwendigkeit zur Umwelt- und Ressourceneffizienz über gesellschaftliche Wandlungsprozesse, die sich in der globalen Urbanisierung verdichten bis hin zu den in diesem Sinne konstruktiven Möglichkeiten der Weiterentwicklung und „Inszenierung“ von Softwareprodukten und Softwarearchitekturen auf den wirtschaftlichen und sozialen Bühnen einer in immer stärkerem Maße logistisch geprägten Gesellschaft.

Nachrichten & Berichte

22. April 2013

LogistikCampus in Dortmund eröffnet

Mit einer für die Logistik einzigartigen Idee ist der LogistikCampus an der Technischen Universität Dortmund ein Vorreiterprojekt auf seinem Gebiet. In Kooperation mit dem Clusterpartner Fraunhofer-Institut ... mehr

Mit einer für die Logistik einzigartigen Idee ist der LogistikCampus an der Technischen Universität Dortmund ein Vorreiterprojekt auf seinem Gebiet. In Kooperation mit dem Clusterpartner Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML entsteht durch das neue Gebäude an der TU Dortmund ein interdisziplinäres Forschungszentrum für Logistik mit wissenschaftlichem und technischem Know-how. Lehre und Forschung werden hier unter einem Dach vereint. Der LogistikCampus ist neben dem HOLM in Frankfurt und der DIALOGistik Duisburg zentrale Anlaufstelle zur Wissensvermittlung und zur Innovationsgenerierung im EffizienzCluster LogistikRuhr. Nach rund zwei Jahren Bauzeit wurde der LogistikCampus heute offiziell von Svenja Schulze, NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, eröffnet.

Mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen haben die Technische Universität Dortmund und die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem neu gebauten LogistikCampus eine wichtige Grundlage geschaffen, um die herausragenden Kompetenzen in der interdisziplinären Logistikforschung in Dortmund auszubauen und zu stärken. Im Rahmen der heutigen Eröffnungsfeier wurde der Neubau nun offiziell an Prof. Dr. Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund, und Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML, übergeben. „Der Logistikstandort Dortmund hat eine neue exzellente Visitenkarte“, betonte Wissenschaftsministerin Schulze bei der feierlichen Schlüsselübergabe. In den Bau des Dortmunder LogistikCampus hat das Wissenschaftsministerium 4,4 Millionen Euro investiert. Der Rest wurde von der Fraunhofer-Gesellschaft und der TU Dortmund finanziert.

In dem sechsstöckigen Gebäude der Fraunhofer Gesellschaft, werden auf einer Fläche von rund 2650m² 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TU Dortmund und des Fraunhofer IML und die Graduate School of Logistics Platz finden. Die ersten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind bereits eingezogen. Das Foyer des LogistikCampus bietet außerdem Raum für Veranstaltungen und in dem daran angeschlossenen Hörsaal können Vorlesungen oder Vorträge für bis zu 250 Personen gehalten werden.

Ziel ist es, die interdisziplinäre Grundlagenforschung in der Logistik zu stärken. Daher wird der LogistikCampus auch zu 75 Prozent von universitären Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefüllt sein. „Ich freue mich besonders, dass es uns gelungen ist, den LogistikCampus zu realisieren. Interdisziplinäre Forschung ist ein entscheidender Faktor, um die Logistik als Wettbewerbsfaktor für Deutschland weiter voranzubringen. Damit haben wir einen wesentlichen Baustein gelegt, um Dortmund zum Europäischen Forschungszentrum für Logistik auszubauen“, unterstrich Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML. In dem auch optisch auf die TU Dortmund abgestimmten Neubau werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen an übergreifenden Fragen rund um das Thema Logistik zusammenarbeiten.

Die Wirtschaft bekräftigt die Notwendigkeit logistischer Grundlagenforschung durch die Stiftung von Professuren und Stipendien. Bis zu acht neue Lehrstühle sollen im LogistikCampus Platz finden. Zu den ersten Stiftern zählen Audi („Supply Net Order Management“) und das Beckumer Unternehmen Beumer („Sortier- und Verteiltechnik).

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Die Gesellschaft verändert sich - und diese Veränderungen betreffen auch die Logistik. Eine fundierte logistische Gestaltungskompetenz ist die Voraussetzung dafür, dass die daraus resultierenden Chancen genutzt werden können.

Ansprechpartner

Dipl.-Umweltw. Klaus Krumme

 

Universität Duisburg-Essen

Zentrum für Logistik und Verkehr

Tel.: +49 (0) 203 37 92 619

E-Mail:
klaus.krumme
@uni-due.de

 

Dipl.-Ing. Lars Nagel

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Tel.: +49 (0) 231 97 43 397

E-Mail:
lars.nagel
@iml.fraunhofer.de

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