
Aktivierung von Clusterpotenzialen - gemeinsam in die Zukunft
Die Bildung von Clustern ist ein wichtiges Instrument zur aktiven Innovationsförderung. Doch die Entstehung von Innovationen folgt auch im Cluster keinem Automatismus. Vielmehr bedarf es einer strategischen und taktischen Steuerung, um das Potenzial eines Clusters voll auszuschöpfen und seine spezifischen Erfolgsfaktoren zur Geltung zu bringen.
Jede Region befindet sich im ständigen Wettbewerb um Investitionen, Innovationen und Markterfolg – überregional, national und international. Die Bündelung von Ressourcen und der Transfer von Wissen in einem Cluster tragen dazu bei, die einzigartigen Wettbewerbsvorteile der Region und der Branche im globalen Wettbewerb zu sichern. Der Zusammenschluss von Wirtschaft, Forschung, Bildung, Politik und Verwaltung, wie er sich im EffizienzCluster LogistikRuhr manifestiert, dem größten Forschungs- und Entwicklungscluster der Logistik in Europa, ermöglicht die gemeinsame Nutzung sich ergänzender Ressourcen und vermindert Reibungsverluste aufgrund fehlender Abstimmung.
Stärken stärken, Synergien erschließen, gemeinsam Innovationen vorantreiben: Im Cluster ist der Entwicklungsspielraum größer als in reinen Industrieprojekten, Kooperationen besitzen eine erheblichere Tragweite. Die einem Cluster immanente Zukunftsorientierung ist auch wichtiger denn je: Weil Unternehmen auf den Wandel nicht rechtzeitig bzw. angemessen reagieren, sinkt ihre durchschnittliche „Lebenserwartung“ seit Jahren. Betrug die Lebenserwartung eines Unternehmens 1958 noch 60 Jahre, so wird sie Wissenschaftlern zufolge im Jahr 2020 bei nur noch zehn Jahren liegen. Zudem gilt: Heute stehen nicht länger Einzelunternehmen, sondern komplette Supply Chains im Wettbewerb – deshalb müssen die Akteure zusammenrücken. Forschung und Praxis belegen bereits, dass sich Innovationskooperationen entlang der Supply Chain zum Beispiel durch kürzere Entwicklungszeiten und damit einhergehende Kosteneinsparungen auszahlen. Tatsächlich werden auch revolutionäre Entwicklungen wie das „Internet der Dinge“, die Bepreisung von CO2-Emissonen, Near-Field-Communication oder neuartige webbasierte Services weiterhin zu fundamentalen Umbrüchen führen.
Ebenen der Innovation
Zur Aktivierung der Clusterpotenziale bedarf es einer Koordination und einer zukunftsgerichteten Informationsversorgung, die weit über die Zusammenarbeit der Partner im Markt oder die Bereitstel-lung von Kommunikationsplattformen hinausgeht. Nur wenn alle Akteure und Partner des Clusters intelligent zusammenspielen und zur Effizienz befähigt werden, können innovative Produkte und Technologien für zukünftige Herausforderungen in der Logistik entstehen. Im Leitthema werden daher folgende Ziele verfolgt:
- Generierung von zukunftsorientiertem innovativem und technologiegetriebenem Wissen zu Logistikclustern
- Entwicklung von Werkzeugen zur effizienten und nachhaltigen Steuerung von Clustern
- Bereitstellung von Infrastrukturen zur Ermittlung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen
Potenziale des Leitthemas
Das Leitthema stärkt die Kompetenzen des EffizienzClusters in der Bewertung neuer Strategien, Prozesse und Technologien für das Clustermanagement. Bisher vorliegende Kenntnisse zur „Wirkungs-mechanik“ der Erfolgsfaktoren, der Leistungsindikatoren und der Clustereffekte werden um fehlende logistikspezifische Parameter zur zielgerichteten Clustersteuerung ergänzt. Dabei widmet sich das Leitthema der Clusterforschung auch im internationalen Kontext.

































































