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Dynamische Konsolidierung

Derzeit werden im Güterbahnverkehr vorwiegend zwei Transportkonzepte verfolgt: die Ganzzüge und der Einzelwagenverkehr. Jedes Konzept hat seine spezifischen Vorteile – doch mit dem Transportkonzept der Flügelzüge gibt es eine interessante Alternative.

Ganzzüge sind für den Massengutverkehr geeignet: Waggons gleichen Typs oder gleicher Ladung werden am Startpunkt zusammengeführt und in derselben Konstellation bis zum Zielpunkt gebracht. Dieses Transportkonzept ist schnell und kostengünstig, aber auch unflexibel. Beim Einzelwagenverkehr dagegen können zwar einzelne Waggons individuell mit fahrplanmäßig verkehrenden Güterzügen transportiert werden. Doch Zeitverluste, Falschleitungen oder sogar der Verlust von Waggons sind die Kehrseite der erhofften Flexibilität. Flügelzüge, die bislang hauptsächlich im Bereich des Personenverkehrs genutzt werden, könnten jedoch eine Alternative für den Güterbahnverkehr sein.

Ziel des Verbundprojekts

Im Verbundprojekt sollen die Voraussetzungen für die Einrichtung eines Flügelgüterzugverkehrs von Deutschland in Richtung Osten geschaffen werden. Für Flügelzüge werden mehrere Waggons – je nach Ursprungs- beziehungsweise Zielgebiet – zusammengekoppelt und gemeinsam geroutet. Die Züge werden dann an bestimmten Konsolidierungspunkten zusammengefügt bzw. wieder geteilt („geflügelt“). Mit einem flexiblen Routing kann die Streckenführung jeweils so geändert werden, dass der Zug kosten- und zeitminimal geroutet werden kann. Im Verbundprojekt wird dazu am Beispiel der Verbindung Duisburg – Moskau ein logistisches Konzept mit IT-gestützten Planungswerkzeugen entwickelt. Das Konzept wird es ermöglichen, regelmäßig verkehrende, flexibel geroutete und damit effektive Güterverkehre einzuführen – nicht nur von Deutschland Richtung Osten, sondern in wichtige Ballungsgebiete europaweit.

Konkrete Innovationen

Für die Umsetzung des Konzepts dynamisch gerouteter bahngebundener Güterverkehre beschäftigen sich die Forscher mit entscheidungsunterstützenden Instrumenten. Die Hauptaufgabe liegt in der Entwicklung einer entsprechenden Software. Mithilfe des Programms können später vor allem konkrete Entscheidungen getroffen werden, über welche Streckenabschnitte und mit welchem Verkehrsträger das Routing erfolgen soll. Darüber hinaus wird ein Tracking & Tracing-System entwickelt, das die Lokalisierung einzelner Ladungseinheiten via GPS/Galileo ermöglicht. Mit dem System können nicht nur Positionsdaten an die Kunden übermittelt werden. Es bietet zudem die Möglichkeit, Verspätungen oder andere Unplanmäßigkeiten zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Dokumente & Downloads
Partner im Projekt

Rhenus AG & Co. KG

 

SDZ GmbH

 

w3logistics AG

 

Universität Duisburg-Essen

Bestehende Transportkonzepte im Güterbahnverkehr stehen auf dem Prüfstand. Die Alternative sind dynamisch geroutete Flügelzüge.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Bernd Noche

 

Universität Duisburg-Essen

 

Jia Hu

 

Universität Duisburg-Essen

E-Mail:
jia.hu@uni-due.de

Daten & Fakten

Projektstart

01.06.2010

Projektlaufzeit
60 Monate

Projektvolumen
1,2 Mio Euro

Weitere Informationen

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