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Minimalinvasive Baumaßnahmen

Eine stabile Infrastruktur Bedarf Wartung und Pflege. Baustellen an selbiger behindern jedoch prinzipiell den Verkehrsfluss. Eine ganzheitlich geplante Baulogistik kann den Verkehrsfluss um bis zu 15 Prozent verbessern. Außerdem wird damit der CO2-Ausstoß durch reduzierte Baustellenverkehre sowie die Vermeidung von Verkehrsbehinderungen um zehn Prozent reduziert. Die Bauzeiten selbst können sich um bis zu fünf Prozent verkürzen.

Bisher gibt es kaum Instrumente, die die unmittelbar miteinander verknüpften Elemente Verkehr und Infrastrukturmaßnahmen effektiv aufeinander abstimmen. Bei nur wenigen Großprojekten erfolgt eine externe Logistikkoordination. Dabei summieren sich die durch Baustellen verursachten Staus pro Jahr auf mehr als 100.000 Kilometer, Experten beziffern den Schaden für die Volkswirtschaft auf mehrere Milliarden Euro.

Ziel des Verbundprojekts

Ausgangspunkt der Überlegungen ist die Verkehrssituation im Ruhrgebiet: Die Belastungen durch Instandhaltungs-, Neubau- und Sanierungsmaßnahmen an Autobahnen sind hier immens. Ziel ist es, die negative Beeinflussung durch lange Bauzeiten, den ungünstigen Zulieferverkehr und nicht korrekt dimensionierte Lagerflächen ökologisch und ökonomisch zu minimieren. Insbesondere soll dem mangelnden Informationsfluss zwischen Bauausführenden, Lieferanten und Verkehrsplanern entgegengewirkt werden. Das Projekt soll auch in der Beispielregion Ruhrgebiet pilotiert werden.

Konkrete Innovationen

Der Informationsfluss zwischen den Beteiligten soll mithilfe eines neuartigen Informationsterminals automatisiert werden. Die Integration von neuartigen Services, innovativen Technologien und Fachwissen ermöglicht eine logistisch optimierte Abwicklung von Baustellen. Über standardisierte Schnittstellen erfasst die Software die Abrufvorgänge bei verschiedenen Zulieferern auf Baustellen elektronisch. Ein systematisierter Bestellablauf, der eine Bündelung der Anlieferung ermöglicht, reduziert die Anzahl der Einzeltransporte. Mit anwenderfreundlichen Tools soll eine Optimierung von Schlüsselstellen in der Bauausführung wie der Koordination der Abtransporte oder der Vorhaltung von Lagerflächen erreicht werden.

Dokumente & Downloads
Partner im Projekt

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

 

GEOsat GmbH

 

Gradwohl Konzept

 

Reichel Projektmanagementgesellschaft mbH

 

Sonepar Deutschland Region West GmbH

Wege aus dem Stau-Chaos: Eine professionelle Baustellenlogistik kann den Verkehrsfluss verbessern, Kosten sparen und Ressourcen schonen.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Joseph W. Dörmann

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

E-Mail:
joseph.doermann
@iml.fraunhofer.de

 

Dr.-Ing. Marc Schneider

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

E-Mail:
marc.schneider
@iml.fraunhofer.de

Daten & Fakten

Projektstart

01.10.2010

Projektlaufzeit
21 Monate

Projektvolumen
1,0 Mio Euro

Termine
vorheriger Monat
Mai 2013
nächster Monat
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