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Supply Chain Planning

Dynamische Märkte und kurze Produktlebenszyklen, insbesondere im Bereich der Konsumgüterindustrie, erfordern eine häufige Neuplanung von Produktion, Lagerung und Transport von Waren. Dabei müssen die Unternehmen immer schneller reagieren: Kooperationen stehen immer wieder auf dem Prüfstand, lange Lieferzeiten und kurze Produktlebenszyklen erfordern viel Flexibilität. Die Unternehmen sind zudem gefordert, sich in permanent ändernde globale Produktionsverbünde mit Partnern zu integrieren, die im zunehmenden Wettbewerb auch häufiger wechseln. Mit den im Verbundprojekt entwickelten ITLösungen gewinnen Unternehmen neue Instrumente für die Planung derartiger Netzwerke.

Forschungsfrage

Die Planung und Steuerung globaler Lieferketten ist für Unternehmen ein Kraftakt. Damit die Betriebe ihre logistischen Planungsaufgaben in komplexen logistischen Netzwerken besser erfüllen können, haben die Forscher im Verbundprojekt Supply Chain Planning entsprechende neue IT-gestützte Werkzeuge entwickelt.

Konkrete Ergebnisse

Im Projekt wurde ein Framework für servicebasierte Logistische Assistenzsysteme entwickelt, das Unternehmen individuelle Unterstützungsfunktionen für die Planung und Steuerung von Lieferketten und Produktionsnetzwerken bietet. Das Forschungsprojekt konnte dabei zeigen, dass komplexe Verfahren der Simulationstechnik oder Optimierung mithilfe von Planungsservices aufwandsarm und nutzerfreundlich in bestehende Geschäftsprozesse integriert werden können. Die neuen IT-Lösungen wurden anhand realer Szenarien beispielhaft in den Bereichen Produktion, Distribution und After Sales unterschiedlicher Branchen projektiert.

Anwendungsfall Distribution

  • Software für die Bestandsplanung

Die im Projekt entwickelte Software bietet verschiedene simulationsbasierte Planungsfunktionalitäten für das Bestandsmanagement in komplexen Produktions- und Distributionsnetzwerken. In Zusammenarbeit mit einem Anwendungspartner aus der Automobilzulieferindustrie wurden vier Assistenzsystembausteine prototypisch umgesetzt. Damit können verschiedene Planungsaktivitäten, wie z.B. die Dimensionierung von Ziel- und Sicherheitsbeständen oder die Bestimmung einer optimalen Bevorratungsebene methodengestützt und in angemessener Zeit durchgeführt werden. Die Simulation arbeitet dabei im Hintergrund und wird so Teil der taktischen und operativen Planungsprozesse.

  • Verwertung der Software

Die Forschungsergebnisse werden aktuell dazu genutzt, die Simulation in die Bestandsplanungsprozesse des Anwendungspartners zu integrieren. In diesem Rahmen tragen sie dazu bei, die Planungsaktivitäten zwischen Absatz-, Produktions- und Bestandsplanung besser zu vernetzen. Darüber hinaus ist die Ausweitung der erarbeiteten Methoden und Technologien in andere Branchen und für andere Aufgabenstellungen möglich. So wurde die Software bereits erfolgreich in der Auftragsabwicklung und Materialflusssteuerung eingesetzt.

Anwendungsfall After Sales

  • Software für die Personalplanung

In diesem Teilprojekt wurden insbesondere die Aspekte der Ausführungsplanung für Tätigkeiten des After Sales-Services betrachtet, wie sie sich für Call-Center, Retourenlogistik, Reparaturservice, Ersatzteilservice, etc. ergeben. Daraus wurde ein Assistenzsystem für die tägliche Personaleinsatzplanung in Logistikunternehmen entwickelt. Es bietet den Unternehmen eine höhere Flexibilität und Reaktionsfähigkeit bei der Personaleinsatzplanung, reduziert den Planungsaufwand, senkt die Personalkosten und steigert den Grad der Leistungserfüllung. Die Software berücksichtigt auch die aktuellen Leistungsanforderungen und die Qualifikation der verfügbaren Mitarbeiter.

  • Verwertung der Software

Das Personaleinsatzplanungs-Tool wurde gemeinsam mit einem Anwendungspartner im Bereich Versandhandel validiert. Das erstellte Simulationsmodell wird vom Anwendungspartner aktuell eingesetzt. Der Bedarf für derartige Personaleinsatzplanungs-Tools ist in Logistikunternehmen gegeben. Durch die Integration der entwickelten Services in bestehende Systeme wird die kommerzielle Nutzung vorangetrieben.

Anwendungsfall Produktion

  • Software für die Produktionskooperation

Für den Anwendungsfall Produktion sind drei webbasierte Services entwickelt worden, die Produktionskooperationen von der Kooperationspartnersuche bis zur operativen Ausführung der Kooperation anforderungsgerecht IT-technisch unterstützen. Die Kernkompetenzanalyse unterstützt bei der systematischen Bewertung einer Kundenanfrage und der entsprechenden Identifikation von Kooperationspotenzialen auf fachlicher Ebene. Die Kooperationsfähigkeitsanalyse fokussiert hingegen die ganzheitliche Betrachtung fachlich geeigneter Partnerunternehmen:
Strukturen, Prozesse, Grundhaltung und Kultur bezogen auf Mitarbeiter, Organisation und Technik werden zur Auswahl des passenden Kooperationspartners geprüft. Der Kapazitäts-Korridor-Service unterstützt letztlich die taktische Planung der kooperativen Produktion durch die Verlängerung des Abstimmungszeitraums und die operativen Abstimmungsprozesse während der laufenden Kooperation durch das Konzept der proaktiven Kapazitäts-Korridor-Meldung.

  • Verwertung der Software

In Zusammenarbeit mit einem Anwendungspartner aus der Bauwirtschaft sind die beschriebenen Assistenzsystembausteine prototypisch umgesetzt und mit Realdaten getestet worden. Die Bausteine bieten Supply Chain Planern die Möglichkeit, die Planungsaktivitäten zwischen Kooperations-, Produktions- und Terminplanung in der Produktion besser zu vernetzen.

Partner im Projekt

ABH Stromschienen GmbH

 

Continental Reifen Deutschland GmbH

 

SDZ SimulationsDienstleistungsZentrum GmbH

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

 

Technische Universität Dortmund

 

Universität Duisburg-Essen 

Die Planung weltumspannender Liefernetzwerke stellt heute enorme Herausforderungen an die beteiligten Unternehmen: Sie müssen Flexibilität, Zusammenarbeit und Ressourceneffizienz erhöhen, um erfolgreich zu sein.

Ansprechpartner

Tobias Müller

 

Continental Reifen Deutschland GmbH

E-Mail:
tobias.mueller
@conti.de

 

Josef Kamphues

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

E-Mail:
josef.kamphues
@iml.fraunhofer.de

Daten & Fakten

Projektstart

01.06.2010

Projektlaufzeit
36 Monate

Projektvolumen
3,2 Mio Euro

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