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Tray Cycling - Logistics for Urban Mining (TraCy)

Sekundärrohstoffe wie Zivilisationsabfälle und Produktionsreststoffe werden zu 80 Prozent nicht stofflich, sondern energetisch verwendet. Etablierte Stoffkreisläufe konzentrieren sich auf Materialien wie Altglas oder Altpapier. Verbundmaterialien, bei denen es sich oft um hochwertige Stoffe und Materialien handelt, bleiben dagegen weitestgehend unberücksichtigt.

Doch das Potenzial von Sekundärrohstoffen ist immens und soll erschlossen werden. Urban Mining nennt sich ein Ansatz, mit dem die reine Abfallwirtschaft zu einer echten Kreislaufwirtschaft wird. Für den Erfolg von Urban Mining bedarf es allerdings robuster Logistiksysteme, die den hohen Qualitäts- und Lieferanforderungen der Abnehmer entsprechen.

Ziel des Verbundprojekts

Das Verbundprojekt TraCy leistet durch die Umsetzung der Logistik für Urban Mining einen wichtigen Beitrag zur konsequenten Rückgewinnung verbrauchter Stoffe bzw. Abfälle sowie zur vollständigen Weiterverwendung von Nebenprodukten aus industriellen Prozessen. Ein wichtiger Aspekt ist die Integration von Sekundärrohstofflieferanten in das Supply Chain Management (SCM) produzierender Unternehmen. Ver- und Entsorger weisen derzeit noch deutliche Unterschiede in der Abwicklung ihrer Geschäftsprozesse, dem Einsatz entsprechender Technik sowie der Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren auf. Sie müssen lernen, „die gleiche Sprache“ zu sprechen, um Wertstoffkreisläufe in der Realität zur Zufriedenheit aller umsetzen zu können.

Konkrete Innovationen

Die wesentliche Innovation besteht im Aufbau von Logistik- und Managementsystemen nach den Regeln des Supply Chain Managements, durch die Entsorgungsunternehmen ihrer zukünftigen Rolle als Rohstofflieferant gerecht werden können. Diese werden im Rahmen eines Versuchsfelds für die Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen aus Verbundwerkstoffen erprobt. Unter Berücksichtigung von Schnittstellen und Technikstandards entsteht ein standardisiertes Logistikkonzept für die Ver- und Entsorgung auf Basis von Mehrwegbehältern. Für die Planung, Steuerung und Optimierung aller notwendigen Prozesse, z.B. Beschaffung oder Distribution, erfolgt die Entwicklung eines Informations- und Kommunikationssystems für das Ressourcenmanagement. Integrierte Bestands- und Stoffstrommanagementsysteme ermöglichen nicht nur eine verbesserte Bestandsführung. Vielmehr können so auch verlässliche Aussagen über die Verfügbarkeit und Qualität von Sekundärrohstoffen getroffen werden.
 

Dokumente & Downloads
Partner im Projekt

BioCycling GmbH

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

 

IFEU gGmbH

 

INTERSEROH Dienstleistungs GmbH

 

Schöller Arca Systems GmbH

 

tegos GmbH

 

zeitec Software GmbH

Wenn Entsorgungs- unternehmen zu Rohstofflieferanten werden sollen, kann und muss die Logistik die Voraussetzungen dafür schaffen - mit robusten Systemen, die allen Anforderungen entsprechen.

Ansprechpartner

Michael Morch

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

E-Mail:
michael.morch
@iml.fraunhofer.de

 

Dipl.-Kfm. (FH)
Dennis Eisele

 

BioCycling GmbH

E-Mail:
dennis.eisele
@biocycling.de

Daten & Fakten

Projektstart

01.07.2010

Projektlaufzeit
48 Monate

Projektvolumen
2,2 Mio Euro

Weitere Informationen

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