Logo: EffizienzCluster - LogistikRuhr
Cloud

Supply Chain Execution

Das Supply Chain Management der Zukunft macht eine ITEntscheidungsunterstützung erforderlich, die sich an ständig verändernde Umfelder anpassen kann. Für die Entwicklung solcher Logistischer Assistenzsysteme war die Möbelindustrie ein geeigneter Praxispartner. Denn hier sorgen immer individuellere und wachsende Kundenanforderungen (Losgröße 1, Einzelanfertigungen, Variantenkonfiguration, Produktdifferenzierungen) für eine immer höhere Komplexität der Prozesse. Eine solche Varianz und Individualität erfordert einen verbesserten Material- und Informationsfluss.

Forschungsfrage

Logistische Assistenzsysteme (LAS) sammeln Informationen aus unterschiedlichsten Datenquellen – von ERP-Systemen bis hin zu Sensordaten – und verdichten diese für eine konkrete Planungsaufgabe zu einem „Single Point of Truth“. Welche Potenziale ergeben sich dadurch in der Produktion?

Konkrete Ergebnisse

Im Rahmen des Forschungsprojekts sind – beispielhaft für die Möbelindustrie – universell einsetzbare Lösungsbausteine für die operative Erfassung und Steuerung des Materialflusses entstanden. Sie ermöglichen eine Identifizierung und Qualitätsbestimmung jedes einzelnen Bauteils eines Möbelstücks über die gesamte Produktion:

  • Logistisches Assistenzsystem zur Planung und Steuerung

Das im Forschungsprojekt entwickelte Logistische Assistenzsystem erfasst und beobachtet Auftragszustände, zeigt Alternativbestände und Aufträge und unterstützt Mitarbeiter bei der Entscheidungsfindung. Die Kopplung von Supply Chain-Informationen und Messergebnissen ermöglicht eine dezentrale Entscheidungsunterstützung bei der echtzeitnahen Steuerung logistischer Prozesse. Neu an der Entwicklung ist die simulative Produktionsplanung. Im Ergebnis lassen sich Ressourcen besser nutzen.

  • Premium Service zur Qualitätsüberwachung

Bauteile können durch die gesamte Prozesskette verfolgt, unterschiedliche Parameter zur Qualitätskontrolle (Qualitätszustände) identifiziert und erfasst werden. Der Premium Service liefert dem LAS permanent verschiedenste Sensordaten und sorgt für mehr Datentransparenz. Für die Qualitätskontrolle der Materialien wurde im Forschungsprojekt ein Verfahren zur Prüfung von Holzbrettern über Kamera- und Lasersysteme (u.a. Erfassung von Farbschemata oder Astlöchern) entwickelt. Die Daten werden auf RFID-Transpondern gespeichert, die auch die Identifikation der Bauteile sicherstellen.

  • LAS-Framework zum Einsatz in KMUs

Durch die Modularisierung des LAS können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Teilkomponenten nach Bedarf konfektionieren. Ein komplettes monolithisches System ist damit nicht mehr notwendig.

Verwertung der Ergebnisse

Die Forschungsergebnisse sind insbesondere für produzierende kleine und mittlere Unternehmen interessant. Alle Bausteine sind auf Einsatzgebiete außerhalb der Möbelindustrie übertragbar.

Nachrichten & Berichte

22. März 2012

CSR ist angekommen!

CSR ist angekommen!

Dr. Nadine Pratt

Nachhaltigkeit muss sein. Aber Nachhaltigkeit muss sich auch lohnen: Im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Herausforderung und wirtschaftlicher Notwendigkeit diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, ... mehr

CSR ist angekommen!

Dr. Nadine Pratt

Nachhaltigkeit muss sein. Aber Nachhaltigkeit muss sich auch lohnen: Im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Herausforderung und wirtschaftlicher Notwendigkeit diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft am 21. März auf Einladung des EffizienzCluster LogistikRuhr im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) vor mehr als 70 Teilnehmern die Frage nach der Grundmotivation nachhaltigen Handelns und der aktiven Ausgestaltung von Corporate Social Responsibility.

„Wir brauchen eine nachhaltige Nachhaltigkeit, bei der ein grundlegender Mentalitäts- und Strukturwandel für die Minimierung der Treibhausgase sorgt und einen gesellschaftlichen Transformationsprozess in Gang setzt“, forderte Philosophie- und Wirtschaftsprofessor Dr. Ludger Heidbrink, Direktor des Center for Responsibility Research am KWI. „Wir müssen uns die Frage stellen, ob die Effizienz als Leitbild für die Logistik noch ausreicht oder ob es nicht vielmehr in Zukunft darum gehen muss, Kreislaufprozesse und Suffizienzwirtschaft im Sinne von Slow Logistics zu implementieren“. Auf dem Weg zu dieser Nachhaltigkeit 3.0. werden sich neue Lebensstil- und Businessmodelle ausbilden, meinte auch Dr. Nadine Pratt vom UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) und betonte die Gestaltungskraft der „Consumer Responsibility“. Als Team Leader Sustainable Business and Entrepreneurship verwies sie insbesondere auf die Frage, wie die Menschen in den boomenden Regionen in der südlichen Hemisphäre nachhaltige Lebensstile entwickeln können, weil die globalen Auswirkungen gravierend sein werden.

 Bildergalerie-Button

Nachhaltigkeit ist betriebswirtschaftliche Notwendigkeit

Für die Logistik ist Nachhaltigkeit überlebenswichtig – verursacht sie doch weltweit 14 % aller Treibhausgase. „Wir müssen gesellschaftlich sicherstellen, dass nachhaltiges Verhalten im ureigenen Interesse von Unternehmen liegt“, sagte Prof. Dr. Michael Henke, Lehrstuhlinhaber für Einkauf und Supply Management, Leiter des Institute for Supply Chain Management - Procurement and Logistics (ISCM). „Deshalb müssen wir zum einen Zielkonflikte zwischen der sozial-ökologischen und der wirtschaftlichen Dimension reduzieren und zum anderen die Incentivierung unnachhaltigen Verhaltens verhindern. Die ganzheitliche Nachhaltigkeitswirkung entlang der gesamten Supply Chain muss messbar und transparent gemacht werden.“ Einen erhöhten Aufklärungsbedarf sah auch Klaus-Dieter Ruske, Partner und Global Leader bei Pricewaterhouse Coopers: „Wir müssen den Menschen sagen welche Auswirkungen es hat, wenn am Hochzeitstag morgens die roten Rosen auf dem Tisch stehen oder in der Obstschale die Kiwis aus Neuseeland liegen. Nachhaltigkeit spielt bei Unternehmen eine sehr wichtige Rolle, aber gerade die Logistikbranche unterliegt einem enormen Kostendruck. Deshalb muss die Frage geklärt werden: Wer soll Nachhaltigkeit bezahlen?“ Die Duisburger Hafen AG geht dabei neue Wege mit ausgewählten Schlüsselkunden. Weil mehr Verkehr auf der A40 nicht geht, entwickelt duisport innovative Konzepte von multimodalen Lösungen bis hin zur Vermeidung von Verkehren.

CSR ist kein Nischenthema

Nachhaltigkeit ist heute in der Mitte der Gesellschaft – bei Unternehmen und Konsumenten - angekommen. Da wo aber zurzeit noch auf Freiwilligkeit und Sinneswandel gesetzt wird, prognostizieren die Experten eine Zunahme an gesetzlichen Regelungen und Verpflichtungen. „Die Bundesregierung setzt derzeit auf das freiwillige Engagement der Unternehmen. Allerdings wird die Nachhaltigkeit künftig sicher ein Teil der Compliance und damit durch konkrete Regeln verbindlicher werden“, prognostizierte Dr. Torsten Christen, Referat CSR – Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

schließen
Partner im Projekt

Möbelwerke A. Decker GmbH

 

Möbelfabrik Fr. Rudolf & Sohn GmbH & Co. KG

 

PSI Logistics GmbH

 

Unicon Networks & Consulting

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Durch den Einsatz neuer Methoden der IT wird es möglich, schlanke Steuerungssysteme in kurzer Zeit und zu geringen Kosten in die individuelle Anwendungen zu bringen.

Ansprechpartner

Dietmar Langanke

 

PSI Logistics GmbH

E-Mail:
d.langanke
@psilogistics.com

Daten & Fakten

Projektstart

01.06.2010

Projektlaufzeit
36 Monate

Projektvolumen
3,9 Mio. Euro

Our network in Europe

 

IT as a driver of innovation

 

Unterstützer
Mitglieder im EffizienzCluster Logistik e.V.
Partner

EffizienzCluster Management GmbH
Kölner Str. 80 - 82
45481 Mülheim an der Ruhr

Tel.: 0208-9925 - 255
Fax: 0208-9925 - 222
E-Mail: info@effizienzcluster.de