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Dynamics in Navigation - nie wieder im Stau

Die heutigen Navigationssysteme sind kaum in der Lage, die Kapazitäten im dichten und stark befahrenen Straßennetz des Ruhrgebiets optimal zu nutzen: Pkw und Lkw verlieren viel Zeit im Stau. Intelligente Systeme sollen den Verkehrsfluss so verbessern, dass Staus gar nicht erst entstehen.

Jedes Jahr bilden sich auf den 12.800 Kilometern Autobahn in Deutschland rund 400.000 Kilometer Stau. Weil die meisten Navigationssysteme mit denselben statischen Informationen arbeiten, bieten sie Autofahrern bei Störungen auch die gleichen Ausweichrouten an, was dort zu neuen Staus führt. Denn Ausweichstrecken sind oft Nebenstraßen, die besonders schnell überlastet sind. Zudem werden bei der Ermittlung von Ausweichrouten aktuelle Informationen des öffentlichen Verkehrsmanagements – etwa Umleitungen oder Sperrungen – nicht berücksichtigt. Individuelle Routenberechnungen sind demnach derzeit mit keinem Navigationssystem möglich.

Ziel des Verbundprojekts

Intelligente Navigationssysteme sollen die Vision „Nie wieder im Stau stehen“ möglich machen.
Das Projekt "Dynamics in Navigation" konzentriert sich auf die Verbesserung des Routings von Personal Navigation Devices (PNDs). Um dieses Ziel zu erreichen verfolgt das Projekt zwei Ansätze:
Zum einen wird ein zentraler und unabhängigen Dienst eingerichtet, der nicht nur Daten über die tatsächliche Verkehrssituation, sondern auch Daten aus Verkehrsprognosen bereitstellt. Entscheidend für die Umverteilung von Verkehrsströmen sind zusätzliche Informationen über die Auslastung der Straßen im Netz und die verbleibenden freien Kapazitäten. Auf diesen umfassenden Informationen wird die Routenwahl dann dynamisch und individuell an die aktuelle und prognostizierte Verkehrslage angepasst.
Der zweite Ansatz zur Verbesserung der Verkehrssituation ermöglicht es Behörden durch ihr Verkehrsmanagement die Navigation konkret zu beeinflussen. Denn der zentrale Service verarbeitet auch lokale Verkehrsinformationen, beispielsweise innerstädtische Sperrungen und die zugehörigen Umleitungsempfehlungen, und stellt sie allen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung. Hierzu wird der entwickelte offene Standard „OpenLR“ für eine kartenunabhängige geographische Referenzierung verwendet.

Konkrete Innovationen

Die Bereitstellung umfangreicher Informationen ermöglicht eine dynamische und individuelle Navigation.
Durch die Optimierung der Verkehrsnavigation können die Fahrtzeiten deutlich reduziert werden. Für den Verkehrsteilnehmer werden Fahrten stressfreier und entspannter, für Unternehmen ergeben sich monetäre Vorteile, da Mitarbeiter weniger Zeit auf der Autobahn verbringen bzw. weniger Zeit für eine Route benötigen. Für das Gesamtnetz bedeutet diese neue Art der Individualität eine erhebliche Entlastung und eine gleichmäßige Verteilung des Verkehrs.

Dokumente & Downloads
Partner im Projekt

TomTom Development Germany GmbH

 

TRC Transportation Research and Consulting GmbH

 

Universität Duisburg-Essen

Intelligente Navigationssysteme sollen die Vision vom staufreien Ballungsraum Realität werden lassen.

Ansprechpartner

Prof. Dr.
Michael Schreckenberg

 

Universität Duisburg-Essen

 

 Dominik Wegerle

 

Universität Duisburg-Essen

Tel.: +49 (0) 203 3794582

E-Mail:
wegerle@ptt.uni-due.de

Daten & Fakten

Projektstart

01.06.2010

Projektlaufzeit
30 Monate

Projektvolumen
1,0 Mio Euro

Weitere Informationen

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