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Städte im Wandel: Wie sichern wir die urbane Versorgung?

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Editorial

 

Im Fokus: Bündelung lohnt sich

 

3 Fragen an: Die Stadt als Katalysator für Elektromobilität

 

Trend: Pop-up Stores - Handelsformat oder Marketingpool?

Standpunkt: Urbane Versorgung als "Produzent gebauter Umwelt"

Stichwort: Leben und Arbeiten in der Morgenstadt

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Standpunkt: Urbane Logistik als „Produzent gebauter Umwelt“

••• Logistische Architekturen wie Distributionszentren oder Warenlager sollten heute konsequent in Stadtplanung und Architektur eingebunden werden. Die Architekten Dipl.-Ing. Marius Gantert und Dipl.-Ing. Annelen Schmidt, die am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit Architekturstudenten ein Forschungsseminar zum Thema durchgeführt haben, formulieren für EFFIZIENT. ihre Thesen zum Verhältnis von Logistik und Stadt aus Sicht der Architektur.

„Städte sind Orte des Austauschs und Handels. Insbesondere der Internethandel hat den Konsum jedoch aus dem urbanen Raum herausgelöst. Fernab der Stadt werden Versorgungsprozesse durch strategische Knotenpunkten in einem grobmaschigen Distributionsnetzwerk unter Ausschluss des Konsumenten koordiniert. Abgekoppelt von der >traditionellen Stadt<, hat diese Fokussierung auf den großen Maßstab dazu geführt, dass die Entwicklung adäquater innerstädtischer Logistiknetzwerke weitestgehend unbeachtet blieb und die urbane Versorgung größtenteils unkontrolliert stattfindet. Für die notwendige effiziente (Re-) Strukturierung der Versorgung braucht es auch und gerade neue Kooperationen zwischen Architekten und Logistikern: Wie können die Waren nachhaltig transportiert werden, wo können sie zwischengelagert werden, wie gelangen sie zum Kunden und wie können erfahrbare logistische Räume generiert werden?

Enorme Verkehrsbelastungen entstehen, da jedes Geschäft seine eigenen Zulieferer hat. Durch kooperative Distributionsmethoden, auch mit neuen Verkehrsmitteln wie E-Bikes, könnte dem drohenden Kollaps entgegen gewirkt werden. In München beispielsweise werden derzeit Radwege an die Bedürfnisse von Lastenfahrrädern angepasst, in Kopenhagen ist dies schon lange Realität. Leerstehende Immobilien, die nicht für eine Wohnnutzung geeignet sind, könnten logistische Zwischenlager aufnehmen. Durch die Kopplung mit anderen Nutzungen wie Gastronomie etc. würden die logistischen Räume die Attraktivität im Stadtraum steigern. Ladenkonzepte wie Emmas Enkel aus Düsseldorf – ein realer Tante-Emma-Laden mit angeschlossenem Online-Supermarkt – machen einen ersten Schritt in diese Richtung.

Räumliche Fragmentierung und Versiegelung sind Folgen der Auslagerung von Logistik. Eine Wiederkehr in die Stadt würde die Peripherien entlasten und Impulse für eine neue Funktionsmischung geben. Kleine Logistikzentren auf Nachbarschaftsebene könnten zu neuen Identifikationspunkten im Stadtraum werden. Eine intelligente Architektur koordiniert Waren- und Konsumentenströme und verankert Logistik als baukulturellen Bestandteil in der Gesellschaft.

Die heutige Logistik hat weitläufige Landschaften anonymer Baumasse produziert, die Architektur ist Spekulationsobjekt und Werkzeug eines schnell fluktuierenden Immobiliensektors geworden. Nicht mehr nur der Druck des Optimierens und der Effizienzsteigerung darf in der Planung im Vordergrund stehen. Die Logistik muss sich vielmehr auch als ein Produzent gebauter Umwelt betrachten, der eine gesellschaftliche Verantwortung trägt.“

 

Weitere Informationen

••• Der Artikel „Die Stadt als Totaltheater. Distribution als Triebkraft eines umfassenden Urbanismus“ in ARCH+, einer unabhängigen, konzeptuellen Zeitschrift für Architektur und Städtebau, wirft aus Sicht der Architektur einen Blick auf den „Backstage“-Bereich der Stadt, die logistische Infrastruktur. Der Beitrag (2 Seiten, 2010) steht hier zur Verfügung.

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Artikel "Die Stadt als Totaltheater. Distribution als Triebkraft eines umfassenden Urbanismus"

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