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eBase4Mobility

Das eBase Konzept steigert die Auslastung von Parkhäusern durch Mehrfachnutzung. Konkret kann ein Parkhaus so gestaltet werden, dass es nachts als Umschlagsbasis fungiert. Durch die Verwendung von geräuscharmen Elektrofahrzeugen bei der Zustellung können zudem Innenstadtbereiche auch in der Nacht bedient werden. Dadurch wird die vorhandene Infrastruktur besser ausgenutzt und das Straßennetz tagsüber entlastet.

Forschungsfrage

Parkhäuser in den Innenstädten stellen ein immenses Potenzial für die Warendistribution dar, werden jedoch nicht effizient genutzt. Im Verbundprojekt eBase4Mobility haben die Forscher Konzepte dafür entwickelt, wie Parkhäuser zur „eBase“ für Wirtschaftsverkehre werden können.

Konkrete Ergebnisse

Im Projekt sind Konzepte zum Aufbau neuer Strukturen und Prototypen für erforderliche Systemkomponenten zur Nutzung von Elektromobilität für städtische Lieferverkehre entstanden.

  • Konzept für ein Park- und Lagerhaus in der Innenstadt

Im Projekt entwickelten die Forscher das Konzept für ein vollautomatisches Innenstadt-Parkhaus („eBase“) mit der Möglichkeit für Warenlagerung, -kommissionierung und -auslieferung. Die Multifunktionalität des Parkhauses umfasst die Nutzung durch Individualverkehre zum Parken am Tag (einschließlich der Ladefunktionalitäten für E-Fahrzeuge) und die Nutzung als Umschlagbasis für Wirtschaftsverkehre. Außerdem kann die städtische Belieferung durch die Bündelung von Verkehren in den Nachtstunden konsolidiert werden. Die hohe Flexibilität des Parkhauses erlaubt bei Bedarf auch einen Parallelbetrieb von Park- und Lager- / Umschlagfunktion. Das Konzept ist modular und übertragbar, beispielsweise auf Konzepte für den Einsatz und Betrieb von E-Bikes.

  • Konzept und Pilot für Energiemanagement und Ladetechnik

Im Teilprojekt „Mobility“ wurde ein Verfahren zur Einsparung konventioneller Kraftstoffe bei bestehenden Fahrzeugflotten getestet. Dazu wurde ein Versuchsfahrzeug eingesetzt, mit dem ein Konzept für die Nachrüstung von Fahrzeugen entwickelt wurde. Es sieht eine Wasserstoffbeimischung mit Batterie-gespeister Onboard-Elektrolyse in der Flotte vor. Um Synergien zu heben, haben die Forscher zudem die notwendige Infrastruktur der konventionellen Elektromobilität untersucht. Der Einsatz des Versuchsfahrzeugs hat gute Ergebnisse gebracht: Insbesondere im innerstädtischen Verkehr hat die Umrüstung auf die Wasserstoffbeimischung eine respektable Einsparung fossiler Kraftstoffe bei minimalem Einsatz zusätzlicher, elektrischer Energie ergeben.
2014 konnte Verbundprojektmanager Dipl.-Inf. Jens Schoneboom vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML stellvertretend für das Projekt die Auszeichnung als „German High Tech Champion“ des gleichnamigen Wettbewerbs der Fraunhofer-Gesellschaft entgegennehmen.

Verwertung der Ergebnisse

Das Konzept ist attraktiv für Parkhausbetreiber, die durch eine kontinuierliche Auslastung die Wirtschaftlichkeit verbessern wollen sowie für KEP-Dienstleister, die durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Zustellung ihre Umweltbilanz verbessern und über Zufahrtserlaubnisse Wettbewerbsvorteile erzielen wollen. Zudem können Kommunen ihre bestehende Infrastruktur entlasten. Derzeit werden Gespräche mit potenziellen Anwendern geführt. Die Projektpartner planen eine Erweiterung des eBase4Mobility-Szenarios zu einem Energieeffizienz-Knoten an der Schnittstelle zwischen städtischer Bebauung und urbanem Verkehr als Bestandteil eine Smart-Grid-Architektur.

Nachrichten & Berichte

04. April 2014

eBase4Mobility-Forscher ist "German High Tech Champion 2014"

eBase4Mobility-Forscher ist

Dipl.-Inf. Jens Schoneboom vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML ist jetzt offiziell als „German High Tech Champion“ des gleichnamigen Wettbewerbs der Fraunhofer-Gesellschaft ... mehr

eBase4Mobility-Forscher ist

Dipl.-Inf. Jens Schoneboom vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML ist jetzt offiziell als „German High Tech Champion“ des gleichnamigen Wettbewerbs der Fraunhofer-Gesellschaft ausgezeichnet worden. Der Preis wurde im Rahmen der internationalen Messe SITL Europe in Paris in der Deutschen Botschaft der französischen Hauptstadt feierlich übergeben. Das Thema des GHTC® – the German High Tech Champions Award 2014 lautete „Urban Distribution“. Jens Schoneboom erhielt den Preis für seine Arbeit im Verbundprojekt eBase4Mobility des EffizienzCluster LogistikRuhr.

Neuartige eBase macht Belieferung in der Stadt einfacher, leiser und sauberer

Die eBase4Mobility-Forscher haben in ihrem Projekt ein marktreifes und wirtschaftliches Shared Space-Konzept für ein multifunktionales vollautomatisches Innenstadt-Parkhaus entwickelt. Die eBase dient tagsüber als Parkraum und nachts als Umschlagbasis für innerstädtische Wirtschaftsverkehre. Die hohe Flexibilität des 24-Stunden-Parkhauses erlaubt bei Bedarf auch einen Parallelbetrieb von Park- und Lager- bzw. Umschlagfunktion. „Damit wird die Infrastruktur in den Dimensionen Raum und Zeit optimal genutzt“, so Jens Schoneboom. Gleichzeitig beinhaltet das Konzept die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung von Elektromobilität im städtischen Lieferverkehr: Die eBase besitzt eine Ladeinfrastruktur zur Ladung von E-Fahrzeugen, die jedem Fahrzeug zur Verfügung steht. Das aufwändige Suchen nach Parkplätzen mit Ladesäulen entfällt damit. Durch die Bündelung von Warenströmen und eine Auslieferung in den Nachtstunden leistet die eBase einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der urbanen Versorgung.

Integration der eBase in urbane Lieferkonzepte bietet die größten Potenziale

Das Forschungsprojekt wurde bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen. Derzeit werden Gespräche mit potenziellen Anwendern geführt. Im Rahmen der Preisverleihung konnten der frisch gebackene „German High Tech Champion“ Jens Schoneboom und sein Team Kontakt mit hochkarätigen Vertretern der Industrie aufnehmen. Darüber hinaus stellten sie den Business Case für die eBase potenziellen Investoren auf der SITL Europe vor. Jens Schoneboom: „Die größten Potenziale bietet das Konzept in Städten mittlerer Größe bis hin zu Großstädten, in denen die eBase auch in urbane Liefer- und Distributionskonzepte integriert werden kann. Aber auch in kleineren Städten kann das Parkhaus mit der Ladeinfrastruktur wirtschaftlich betrieben werden.“

Der EffizienzCluster freut sich sehr über die Auszeichnung von Jens Schoneboom, der sie stellvertretend für das gesamte Team von eBase4Mobility entgegen genommen hat: Die anwendungsorientierte Forschung hat sich einmal mehr als Innovator neuer logistischer Konzepte erwiesen, mit denen die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft gestärkt werde. Der Gewinn des Awards unterstreicht zudem die internationale Strahlkraft der Forschung im EffizienzCluster LogistikRuhr.

GHTC® – the German High Tech Champions Awards ist Bestandteil der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Initiative „Werbung für den Innovations- und Forschungsstandort Deutschland“ unter der Marke „Research in Germany“. Ziel ist es, für den Forschungsstandort Deutschland im In- und Ausland zu werben und das Profil des Forschungsstandorts im globalen Wissenschaftsmarkt zu schärfen.
 

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Partner im Projekt

BES Buchal Engineering Systems

 

Busch-Jaeger Elektro GmbH

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

 

Großewinkelmann GmbH & Co. KG

Automatisierte 24-Stunden-Parkhäuser können zur eBase für die innerstädtische Belieferung werden. Die Forscher setzen dabei auch auf Elektromobilität.

Ansprechpartner

Ralf Erdmann

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Tel.: +49 (0) 231 9743-160

E-Mail:
ralf.erdmann
@iml.fraunhofer.de

 

Daten & Fakten

Projektstart

01.07.2010

Projektlaufzeit
36 Monate

Projektvolumen
1,8 Mio Euro

Weitere Informationen

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Unterstützer
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