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Effizienz in logistischen Anlagen (ELA)

Logistische Anlagen beeinflussen maßgeblich die Netze, in die sie eingebettet sind. Gleichzeitig bestehen hier auch große Einsparpotenziale für Kosten und Emissionen.

Forschungsfrage

Logistische Anlagen (hierzu zählen z.B. Umschlaganlagen, Distributionszentren oder Produktionsstandorte) stellen in den übergeordneten Transportnetzen bzw. -ketten wesentliche Größen dar, welche die Leistung, Qualität, Kosten und CO2-Emmissionen des gesamtlogistischen Systems in erheblichen Maße beeinflussen. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Betreiber logistischer Anlagen bzw. der übergeordneten Strukturen zu steigern, gilt es die Effizienz der betrachteten Anlagen (d. h. Menge, Geschwindigkeit und Qualität bei gleichem oder geringerem Ressourceneinsatz) zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund hat sich das Verbundprojekt ELA (Effizienz in logistischen Anlagen) die nachfolgenden Ziele gesetzt:

  • bestehende Informationslücken in logistischen Anlagen in Bezug auf Sendungen und deren Eigenschaften (z.B. Volumen, Form, Anforderungen an das Handling) zu schließen,
  • die Übersicht der vorhandenen Ressourcen und deren aktuellen Status (z.B. Füllgrad von Flächen) in den logistischen Knoten zu verbessern und
  • durch den Einsatz und die Nutzung von integrierter methodischer Intelligenz und automatisierten Entscheidungsmechanismen Experten bei der Steuerung von logistischen Anlagen zu unterstützen.

Konkrete Ergebnisse

  • Effizienzsteigerung von Sortieranlagen unter Berücksichtigung von Sendungseigenschaften

Steuerung von Sortiersystemen auf Basis einer automatischen Volldatenerfassung von Sendungen (Barcode, Volumen, Gewicht oder Bildinformationen) sowie die effiziente Planung von Ressourcenbedarfen mithilfe einer Simulationsumgebung.

  • Zukunft Schienengüterverkehr – Ein benutzergeführtes Planungsinstrument zur Bündelung von Produktarten unter Nutzung dezentraler Übergabepunkte

Entwicklung von mathematischen Optimierungsmodellen und Algorithmen für den Einzelwagenverkehr. Damit werden vorhandene Planungssysteme flexibler, um den wachsenden Anforderungen des Schienengüterverkehrs gerecht zu werden und um einen wirtschaftlichen Betrieb in Konkurrenz zum Verkehrsträger Straße zu ermöglichen.

  • Ein benutzergeführtes Planungsinstrument zur Steuerung von Ressourcen auf großen Werksgeländen/Entwicklung des „ESM - EcoSiteManager“

Entwicklung evolutionärer Algorithmen zur Transportoptimierung und zur optimierten Ressourcenverwaltung auf großen Werksgeländen. Konzeption eines umfassenden Frameworks zur modularen Integration weiterer Bausteine.

  • Optimale Ressourcensteuerung in Multiuser-Distributionszentren

Entwicklung von mathematischen Optimierungsmodellen und Verfahren zur operativen Ressourcensteuerung für heterogene Strukturen und komplexe Kundenanforderungen in Multiuser-Distributionsanalgen. Entwicklung eines prototypischen Tools zur Vertriebsunterstützung bei der Auswahl geeigneter Produkte zur Integration in Multiuser-Distributionszentren unter Berücksichtigung verfügbarer Ressourcen.

  • Intelligente Zulaufsteuerung und Flächennutzung in der Kontraktlogistik

Entwicklung eines Simulationsmodelles zur Nachbildung des Material- und Informationsflusses einer Retail Logistikanlage mit dem Ziel einer optimalen Flächenbelegung. Entwicklung mathematischer Modelle und Verfahren zur effizienten Transportbündelung von verschiedenen Produkten für eine höhere Auslastung sowie die Einsparung von Transporten bei gleichzeitiger Steigerung der Flexibilität und Planbarkeit der Zuläufe.

Verwertung der Ergebnisse

Die Projektpartner setzen die erarbeiteten Bausteine bereits in Form von prototypischen Tools ein. Im Rahmen der Industrialisierungsphase wurden Kommerzialisierungsmöglichkeiten der im Projekt erzielten Ergebnisse geprüft. Die entwickelten Lösungen können durch Anpassungen auf weitere logistische Anlagen, wie z.B. Werksgelände beliebiger Branchen, Distributions- und Umschlagsanlagen sowie Anlagen zum Verkehrsträgerwechsel, angewendet werden.

Nachrichten & Berichte

10. Juli 2012

Meilensteintreffen zeigt ausgefeilte Lösungsansätze

Meilensteintreffen zeigt ausgefeilte Lösungsansätze

Zum großen ELA-Meilensteintreffen 2012 trafen sich am 5. Juli rund 35 Akteure des Verbundprojektes Effizienz in logistischen Anlagen (ELA) in Fürstenfeldbruck bei der ESG Elektoniksystem- und Logistik ... mehr

Meilensteintreffen zeigt ausgefeilte Lösungsansätze

Zum großen ELA-Meilensteintreffen 2012 trafen sich am 5. Juli rund 35 Akteure des Verbundprojektes Effizienz in logistischen Anlagen (ELA) in Fürstenfeldbruck bei der ESG Elektoniksystem- und Logistik GmbH. Im Fokus des Treffens: Die ergebnisorientierte Präsentation erster Zwischenergebnisse aus dem Forschungsverbund. Die Partner aus Industrie und Forschung haben sich zum Ziel gesetzt, große logistische Knoten wie Güterverteilzentren oder große Produktionsstandorte durch den Einsatz wissenschaftlicher Methoden effizienter zu gestalten und zu steuern. „Der gesamte Forschungsverbund profitiert in hohem Maße von den Entwicklungen in jedem Teilprojekt“, zeigt sich Prof. Dr. Uwe Clausen, Institutsleiter des Instituts für Transportlogistik an der TU Dortmund und Vorsitzender des Scientific Committees des EffizienzCluster LogistikRuhr von den Ergebnissen und den angeregten Diskussionen begeistert.

Im Zuge der Veranstaltung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, einen vertieften Einblick in den Stand der Projektarbeiten zu nehmen: Entwicklungen zur Leitwegeplanung des Einzelwagenverkehrs, Simulationsumgebungen zur effizienten Flächennutzung und Sortersteuerung oder die vollausgerüsteten Versuchsträger zur optischen Identifikation von Stückgütern wurden präsentiert und diskutiert. „Diese gemeinsamen Entwicklungen werden dazu beitragen, die Vision des „EcoSiteManagers“ zu verwirklichen“, fasst Projektleiter Zoran Miodrag zusammen. „Mit diesem übergeordneten Steuerungsinstrument wird den Betreibern logistischer Knoten zum ersten Mal ein Instrument an die Hand gegeben, das sie in die Lage versetzt, Ihre Ressourcen effizient auszulasten und zu planen. Im Zulauf, in der Bearbeitung und für die Zukunft!“ Wertvolle Hinweise zur Projektentwicklung gab auch Uwe Böttge vom Projektträger DLR e.V., der am Tag zuvor bereits in Wiesbaden am Konsortialtreffen von Sustainable Sourcing Excellence teilnahm. Im Rahmen seiner Tätigkeit begleitet er die von ihm betreuten Verbundprojekte aktiv und pflegt den intensiven Dialog mit den Projektpartnern.

„Die hohe Beteiligung und Kooperation unserer Industriepartner sowie die gezeigten Ergebnisse unterstreichen die Relevanz der Lösungen für logistische Anlagen unterschiedlichster Branchen“ resümierte Prof. Dr.-Ing. Clausen. „Wir werden ein einheitliches Verständnis der Effizienz in logistischen Anlagen schaffen, indem wir alle relevanten Prozesse sichtbar machen und vernetzen. Dies ist die Grundlage, um Verbesserungspotenziale zu erkennen und zu nutzen. Nur so können wir die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen steigern und Ressourcen schonen.“

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01. Februar 2012

Der EcoSiteManager: Von der Idee zur prototypischen Anwendung

Der EcoSiteManager: Von der Idee zur prototypischen Anwendung

Fünf Teilprojekte – ein EcoSiteManager: Beim dritten Konsortialtreffen des Verbundprojektes „Effizienz in logistischen Anlagen“ haben die Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen, Leiter des Instituts für Transportlogistik an der TU Dortmund, die Entwicklungspfade der verschiedenen Bausteine des EcoSiteManagers diskutiert und Anknüpfungspunkte identifiziert. „Die Konsortialtreffen sind der Think Tank für die Entwicklung unseres Verbundprojektes“, stellt Clausen die Bedeutung der halbjährlichen Meilenstein-Meetings heraus. „Damit schaffen wir auch das Fundament, um die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Sinne der Clusterstrategie des EffizienzClusters LogistikRuhr noch weiter zu intensivieren.“ so Prof. Clausen weiter.

Je zwei Teilprojekte präsentieren pro Konsortialtreffen ihre Zwischenergebnisse. Die Entwicklungsarbeiten der letzten Monate hat die ESG Elektroniksystem-und Logistik-GmbH in strategisch, taktisch und operativ verständliche Konzepte übersetzt und deren Überführung in den Demonstrator vorgestellt. Der EcoSiteManager als IT-Plattform soll die informatorische Lücke in logistischen Anlagen schließen. Dazu werden Prozesse und Abläufe zur intelligenten Flächennutzung und Zulaufsteuerung in allgemeingültigen Schichten abgebildet und klassifiziert. Der EcoSiteManager wird damit erstmals die Volldatenerfassung von Sendungsinformationen in einem „elektronischen Lebenslauf“ ermöglichen. Außerdem ist der EcoSiteManager auf die meisten logistischen Anlagen übertragbar – vom Werksgelände über Kontraktlogistik-, Stückgut- und Umschlaganlagen bis hin zu Anlagen zum Verkehrsträgerwechsel. Zukunftsszenarien für einen effizienten Einzelwagenverkehr stellte die DB Mobility Logistics AG – Gastgeber des Treffens in Frankfurt – vor. Der Mobilitäts- und Logistikdienstleister hat Lösungsmodelle für eine intelligente Kombination von Transporten im Güterverkehr vorgestellt. Das Ziel: Die bestmögliche Auslastung von Transporten auf der Schiene. „Die konkrete Forschungsarbeit findet meist bilateral in den Teilprojekten statt. Umso wichtiger ist der Austausch im gesamten Konsortium, um Ideen und Anknüpfungspunkte in die Arbeit aller Teilprojekte einfließen zu lassen“, meint auch Zoran Miodrag, Verbundprojektleiter des Forschungsprojektes „Effizienz in logischen Anlagen“. „Hier legen wir das Fundament für die strategische Weiterentwicklung unserer Forschungsarbeiten. Und daran haben insbesondere unsere Industriepartner ein hohes Interesse.“

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19. Dezember 2011

Intensivierung der Zusammenarbeit: EffizienzCluster LogistikRuhr und Software-Cluster informieren russische Delegation

Auf Einladung des Software-Clusters – ebenfalls Gewinner des Spitzencluster-Wettbewerbs der Bundesregierung – hat der EffizienzCluster LogistikRuhr am 15. Dezember 2011 in Darmstadt gemeinsam mit den Experten des Software-Clusters eine 12köpfige russische Delegation über Organisation, Struktur und Finanzierung von Clustern informiert. Prof. Dr. Lutz Heuser, Vorsitzender des Boards des Software-Clusters, begrüßte die Vertreter aus vier russischen Regionen und untermauerte den Erfolg des Software-Clusters mit einer beeindruckenden Zahl: Die im Software-Cluster organisierten Firmen sind gemeinsam Weltmarktführer für Unternehmenssoftware – der Beweis, dass Clusterstrukturen nachhaltig zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen. Diesem Argument schloss sich auch Michael Pieper, im EffizienzCluster LogistikRuhr zuständig für Projekte und Innovationen, an: „Wir legen im EffizienzCluster großen Wert auf die inhaltlich-strategische Entwicklung“, so Pieper. „Deshalb haben wir 7 Leitthemen definiert, die wir konsequent weiter entwickeln und mit anderen Themen und Projekten vernetzen“. Gerade mit dem Software-Cluster hat der EffizienzCluster LogistikRuhr Schnittstellen, an denen bereits intensiv gearbeitet wird. Im Anschluss an den Delegationsbesuch haben sich Experten des EffizienzClusters mit Vertretern des Software-Clusters zum Arbeitsgespräch getroffen, um Synergien zwischen dem Leitthema „Logistics-as-a-Service“, dem Software-Cluster und dem Fraunhofer-Innovationscluster "Cloud-Comuting für Logistik - Logistics Mall" zu schaffen und Arbeitspakete zu vernetzen.

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Partner im Projekt

DB Mobility Logistics AG

 

ESG Elektroniksystem- und Logistik GmbH

 

Kühne + Nagel AG & Co. KG

 

Logwin Solutions Deutschland GmbH

 

AMETRAS nobab GmbH

 

Technische Universität Dortmund, Institut für Transportlogistik

Wissenschaftliche Veröffentlichungen

Umschlagsanlagen, Distributionszentren oder Produktionsstandorte können effizienter betrieben werden: Experten sehen hohes Effizienzpotenzial im Hinblick auf Menge, Geschwindigkeit und Qualität.

Ansprechpartner

Zoran Miodrag,
Jens Baudach

 

Technische Universität Dortmund, Institut für Transportlogistik

E-Mail:
ela@itl.tu-dortmund.de

Daten & Fakten

Projektstart

01.06.2010

Projektlaufzeit
36 Monate

Projektvolumen
3,65 Mio Euro

Weitere Informationen

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