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ePOD@Home - signierte Warenübergabe an der Haustür

Umfragen zeigen, dass das volle Potenzial des E-Commerce nicht ausgeschöpft ist, da sich etwa ein Drittel der Internetnutzer aufgrund etwaiger Sicherheitsbedenken gegen einen Online-Einkauf entscheidet. Auch der noch eher geringe Anteil von Unternehmen, die ihre Produkte per Internet anbieten und verkaufen (22 Prozent), spricht für ein enormes Verbesserungspotenzial für die Auftragsabwicklungsprozesse im Internet. Zu den großen Herausforderungen im E-Commerce zählen in erster Linie die Sicherstellung der Authentizität des Geschäftspartners und die Frage danach, ob die technischen Funktionen vor Angriffen und Manipulationen von außen wirksam geschützt werden können.

Forschungsfrage

Mit dem anhaltenden Boom des Internethandels steigt die Zahl logistischer Vorgänge im Versandgeschäft, bei denen Waren an Kunden übergeben werden müssen – und gleichzeitig die Gefahr von Betrug und Identitätsmissbrauch. Wie ein rechtssicheres Verfahren zur Warenübergabe an der Haustür aussehen kann, erforschte das Verbundprojekt ePOD@Home, um die Lücken im Zustellprozess zu schließen.

Konkrete Ergebnisse

  • ePOD@Home – Sicheres Warenübergabeverfahren

Das entwickelte Konzept für ein durchgehendes und sicheres Warenübergabeverfahren von der Bestellung im Online-Shop bis zur Zustellung an der Haustür nutzt die Strukturen des elektronischen Personalausweises (nPA) mit seiner eIDFunktion (Onlineausweis-Funktion). Der Kunde stellt über die Onlineausweis-Funktion bereits bei der Online-Bestellung sicher, dass nur er als legitime Person die Ware in Empfang nehmen darf. Damit klärt sich für Händler und Logistik-Dienstleister die Haftungsfrage, wenn ein Paket einmal nicht ans Ziel kommt. Die Lösung besteht aus mehreren Komponenten: Im Bereich der Bestellung wurde eine ePOD-App für die sichere Bestellung im Online-Shop entwickelt.
Im Bereich der Zustellung wurde ein Prototyp mit den Komponenten ePOD-eID-Box (Hardware) und der ePOD-App für das Handheld (Software) konzipiert. Das Besondere an dem Szenario von ePOD@Home ist, dass bei der personalisierten Zustellung keine Onlineverbindung zu der sonst notwendigen nPA-Infrastruktur benötigt wird. Dieses versetzt die Logistikdienstleister in die Lage, auch in schlecht angebundenen Gebieten (Telekommunikation z.B. in ländlichen Gebieten, Keller) schnell und effizient eine Überprüfung des Empfängers an der Haustür durchzuführen.

Verwertung der Ergebnisse

Das mobile Offline-eID-Szenario wurde erstmals auf der CeBIT 2013 vorgestellt. Die Lösung wird aktuell in einer Usergroup weiterentwickelt. Interessierte Unternehmen können dort eigene Erfahrungen mit der sicheren Warenübergabe sammeln und wichtige Erkenntnisse aus dem Alltag mit in die Weiterentwicklung einbringen. Die Verfügbarkeit der Technologie und der Verbreitungsgrad des nPA innerhalb der Bevölkerung machen die Lösung attraktiv für logistische Prozesse, die deutschlandweit angeboten werden. Die Lösung bietet sowohl dem Versandhandel als auch IT-Logistikdienstleistern ein zukunftsweisendes Geschäftsmodell.

Dokumente & Downloads
Partner im Projekt

Identcom GmbH

 

LinogistiX GmbH

 

LogAgency GmbH

 

media transfer AG

 

Sanicare Apotheke

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Eine signierte Warenübergabe an der Haustür soll für Rechtssicherheit und weniger Betrugsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Internethandel sorgen.

Ansprechpartner

Dr. Sebastian Wibbeling

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Tel.: +49 (0) 231 9743-431

E-Mail:
sebastian.wibbeling
@iml.fraunhofer.de

Daten & Fakten

Projektstart

01.06.2010

Projektlaufzeit
48 Monate

Projektvolumen
1,2 Mio Euro

Weitere Informationen

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Press Center

 

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