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Minimalinvasive Baumaßnahmen

Eine stabile Infrastruktur Bedarf Wartung und Pflege. Baustellen an selbiger behindern jedoch prinzipiell den Verkehrsfluss. Eine ganzheitlich geplante Baulogistik kann den Verkehrsfluss um bis zu 15 Prozent verbessern. Außerdem wird damit der CO2-Ausstoß durch reduzierte Baustellenverkehre sowie die Vermeidung von Verkehrsbehinderungen um zehn Prozent reduziert. Die Bauzeiten selbst können sich um bis zu fünf Prozent verkürzen.

Forschungsfrage

Innerstädtische Baumaßnahmen und Maßnahmen im Bestand werden in den nächsten Jahren zunehmen. Wie man die Baumaßnahmen ökologisch und ökonomisch besser in die Umwelt bzw. das Umfeld integrieren kann, hat das Verbundvorhaben Minimalinvasive Baumaßnahmen (MiB) erforscht.

Konkrete Ergebnisse

Das Konzept der Forscher verbessert den Bauablauf jeder Baumaßnahme durch die Optimierung logistischer Prozesse. Als Grundlage aller baurelevanten Logistikprozesse wurde eine serviceorientierte Softwareplattform entwickelt, die die Datensammlung und Kommunikationsbasis für die Anwendungsbausteine bereitstellt.

  • Software: Lageroptimierungsapplikation (LOA)

Dieses spezifische Planungs- und Verwaltungsprogramm bietet eine strukturierte Definition von Lagerorten in einem Baufeld sowie deren Verwaltung. Über verschiedene Sensoren kann dabei abgefragt werden, ob die Lagerplätze belegt oder frei sind. So kann Lagerfläche ökonomisch sinnvoll ausgelegt werden.

  • Prototyp (Hardware/Software) eines MiB-Terminals für mehr Transparenz auf Baustellen

Das MiB-Terminal für die Baustelle besteht aus einem Touchscreen-Monitor und einem Rechner, der an das Baustellennetzwerk oder via UMTS mit der MiB-Plattform verbunden ist. Die Plattform vereint Software wie die Lageroptimierungsapplikation (LOA), das Dokumentenmanagementsystem der Baustelle oder die Materialbestellung. Zu einer solchen Materialbestellung werden parallel Ressourcen (Zufahrt, Lagerfläche, Kranzeit etc.) gebucht, sodass Warte- oder Suchzeiten bei der Anlieferung reduziert werden.

  • MiB Kanban-Container

Kleinteile werden in ein kanban-gesteuertes Konsignationslager geliefert, einen 3 x 6 Meter großen Baustellencontainer, der bauphasenspezifisch durch die Lieferanten vorgefüllt ist. Zeitgleich mit der Entnahme der Lagerwaren wird die Nachbestellung ausgelöst. Der Versand erfolgt als Beiladung zur nächsten Lieferung, sodass ein Einzeltransport eingespart wird und die Baustellenbelieferung ökologisch optimiert wird. Eine persönliche Übergabe der gelieferten Ware an den Besteller ist unnötig. Dies beschleunigt Logistikprozesse und steigert die Arbeitsauslastung des jeweiligen Mitarbeiters auf der Baustelle. Diese Anlieferungsstation wurde durch einen der Projektpartner zur Verfügung gestellt und im Projektverlauf in das ganzheitliche System eingegliedert.

Verwertung der Ergebnisse

Die MiB-Plattform sowie die Lageroptimierungsanwendung (LOA) stehen potenziellen Interessenten als Prototyp zur Verfügung. Sie können nach baustellenspezifischer Anpassung genutzt werden. LOA wurde bereits an kleineren Baumaßnahmen in der Praxis getestet und kann auch für größere Bauvorhaben hochskaliert werden. Der Projektpartner Sonepar betreibt die Kommerzialisierung des Kanban-Containers und plant diesen in sein Angebotsportfolio aufzunehmen. Gleiches gilt für das Terminal. Nutzer der Entwicklungen sind neben den Konsortialpartnern insbesondere Bauherren, Baufirmen, Materiallieferanten und Baustoffhändler.

Partner im Projekt

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

 

GEOsat GmbH

 

Gradwohl Konzept

 

Reichel Projektmanagementgesellschaft mbH

 

Sonepar Deutschland Region West GmbH

Wege aus dem Stau-Chaos: Eine professionelle Baustellenlogistik kann den Verkehrsfluss verbessern, Kosten sparen und Ressourcen schonen.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Joseph W. Dörmann

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

E-Mail:
joseph.doermann
@iml.fraunhofer.de

 

Dr.-Ing. Marc Schneider

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

E-Mail:
marc.schneider
@iml.fraunhofer.de

Daten & Fakten

Projektstart

01.10.2010

Projektlaufzeit
21 Monate

Projektvolumen
1,0 Mio Euro

IT as a driver of innovation

 

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Unterstützer
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Partner

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