Logo: EffizienzCluster - LogistikRuhr
Cloud

Zellulare Transportsysteme

Starre Lagersysteme mit stationärer Fördertechnik und tonnenschweren Regalbediengeräten sind aufwändig und unflexibel. Um den veränderten Kundenanforderungen gerecht zu werden, braucht das Lager der Zukunft deutlich mehr Flexibilität. Ein innovatives System soll sich die so genannte „Schwarmintelligenz“ zunutze machen.

Ein wachsendes Artikelspektrum und steigende Auftragszahlen bei immer kleineren Sendungsgrößen stellen die Lagerlogistik vor neue Herausforderungen. Gefragt ist ein möglichst schneller, flexibler und wirtschaftlicher Zugriff auf die Artikelvielfalt. Zellulare Transportsysteme mit sich selbst steuernden, autonomen Transporteinheiten sollen nun die starren Strukturen im Lager auflösen. Seit einigen Jahren hat die Industrie bereits Shuttles als flexible Alternative zum Regalbediengerät entdeckt. Doch diese sind bislang schienengebunden und nicht in der Lage, neben dem Ein- und Auslagern bei Bedarf auch andere Aufgaben zu übernehmen. Schwärme von fahrerlosen Transportfahrzeugen, die Ware ohne Umweg zu Arbeitsstationen bringen, sollen eine neue Dimension der Flexibilität ermöglichen.

Ziel des Projekts

Das Projekt zielt auf die Entwicklung eines Zellularen Transportsystems ab, bei dem sich die Fahrzeuge ohne Leitlinien und Markierungen frei durch ein Lager bewegen, dynamisch auf ihre Umgebung reagieren, miteinander kommunizieren und sowohl Lager- als auch Transportaufgaben übernehmen. Der Entwicklung des Multishuttle Move folgt der Praxistest in einer eigens eingerichteten Demonstrationsfläche, der Forschungshalle für „Zellulare Fördertechnik“ (ZFT).
Auf gut 1.000 Quadratmetern wird dort der Betrieb im Lager der Zukunft erprobt. Im wohl größten Versuch künstlicher Intelligenz in der Logistik bewegen sich 50 innovative autonome Transportfahrzeuge zwischen Regalen und Kommissionierstationen. Das Projekt soll den Beweis antreten, dass sich stationäre Fördertechnik und Regalbediengeräte ökonomisch, ökologisch und technisch sinnvoll durch autonome Shuttle-Systeme ersetzen lassen.

Konkrete Innovationen

Durch den Einsatz eines Multi-Agenten-Systems und mit Hilfe von Ameisenalgorithmen wird die „Schwarmintelligenz“ auf die Intralogistik übertragen. Durch Shuttles, die eigenständig den direkten Weg zum Ziel finden, sollen sich deutlich verkürzte Wege im Lager ergeben. Weitere Vorteile sind die Skalierbarkeit und Wandelbarkeit des gesamten intralogistischen Systems, so dass die Systemleistung sich über die Zahl der eingesetzten Fahrzeuge nahezu beliebig steuern lässt.

Partner im Projekt

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Im Lager der Zukunft bewegt sich ein Shuttle-Schwarm frei durch die Halle. Innovative Fahrzeuge vereinen Lager- und Transportprozesse.

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Sören Kerner

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Tel.: +49 (0) 231 97 43 170

E-Mail:
soeren.kerner
@iml.fraunhofer.de

 

Dipl.-Ing. Guido Follert

 

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Tel.: +49 (0) 231 97 43 253

E-Mail:
guido.folltert
@iml.fraunhofer.de

Daten & Fakten

Projektstart

01.01.2010

Projektvolumen
5,5 Mio Euro

Weitere Informationen

hier klicken

Wir geben der Logistik eine Stimme in Europa

Wir beraten den Mittelstand zu Industrie 4.0

Unterstützer
Mitglieder im EffizienzCluster Logistik e.V.
Partner

EffizienzCluster Management GmbH
Kölner Str. 80 - 82
45481 Mülheim an der Ruhr

Tel.: 0208-9925 - 255
Fax: 0208-9925 - 222
E-Mail: info@effizienzcluster.de