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Städte im Wandel: Wie sichern wir die urbane Versorgung?

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Editorial

 

Im Fokus: Bündelung lohnt sich

 

3 Fragen an: Die Stadt als Katalysator für Elektromobilität

 

Trend: Pop-up Stores - Handelsformat oder Marketingpool?

Standpunkt: Urbane Versorgung als "Produzent gebauter Umwelt"

Stichwort: Leben und Arbeiten in der Morgenstadt

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3 Fragen an: Die Stadt als Katalysator für Elektromobilität

••• Bereits heute wird die Elektromobilität in vielen Modellregionen und Forschungsprojekten getestet. Bis 2050 sollen die Fahrzeuge im urbanen Raum – ob im Individual- oder im Wirtschaftsverkehr – zu 100 Prozent elektrisch fahren, so die Vision des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation. Dipl.-Wi.-Ing. Florian Rothfuss, Leiter des Competence Centers Mobility Innovation, hat die Meilensteine auf dem Weg zur so genannten „elektromobilen Stadt“ mit entwickelt.

? Ist die Elektromobilität für das System Stadt (überlebens)wichtig?
! Die lokale Emissionsfreiheit ist für die Stadt jedenfalls überaus positiv. Kommunen haben im Zuge der Elektrifizierung des Verkehrs die Chance, den Verkehr besser zu lenken, die Umwelt zu entlasten und Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Trotz erfolgreicher Modellprojekte ist die Aufbruchstimmung von vor einigen Jahren inzwischen einer gewissen Ernüchterung gewichen. Deshalb müssen wir jetzt von der Forschung in die Praxis kommen, vom Piloten zum Regelbetrieb. Die Verstetigung der Entwicklung ist von entscheidender Bedeutung. Der wichtigste Hebel dabei ist die Verlässlichkeit der Planung. Bislang gibt es leider kaum Städte, die eine Roadmap zur Elektrifizierung verabschiedet haben. Amsterdam gilt hier nach wie vor international als Vorreiter.

? Was sind für Sie jetzt die wichtigsten Schritte?
! Insbesondere in Bezug auf den Individualverkehr muss ein Geschäftsmodell für die öffentliche Ladeinfrastruktur entwickelt werden. Dabei müssen alle Akteure im urbanen Raum an einem Strang ziehen und sich – auch finanziell – am Aufbau beteiligen. In Bezug auf die innerstädtischen Lieferverkehre – also die letzte Meile – wünsche ich mir mit hoher Priorität einen Runden Tisch der Automobilindustrie und der KEP-Dienstleister: Sie sollten gemeinsam ein Fahrzeug entwickeln, das sich für beide Seiten rechnet. Die KEP-Dienstleister nehmen in der Stadt eine Vorbildfunktion ein und könnten so die Steigerung der E-Mobilität fördern. Aber auch die Städte sind gefordert, den Einstieg für alle Verkehrsteilnehmer attraktiver zu machen und zu belohnen. Dabei müssen sie offen sein für neue Wege – beispielsweise Busspuren für Elektrofahrzeuge freigeben. Das ist im Rahmen der so genannten Experimentierklausel in der Straßenverkehrsordnung heute durchaus möglich.

? Wann wird sich die Elektromobilität rechnen?
! Schon heute gibt es Fuhrparke, etwa bei Stadtverwaltungen, die Sinn machen. Wir sind damit bereits auf dem Weg zur E-Flottenstadt, einem der Meilensteine auf dem Weg zur elektromobilen Stadt. Die Einführung von City-Maut-Systemen, die Gebühren für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren vorsehen, kann und wird diese Entwicklung beschleunigen. Neue technologische Entwicklungen werden dafür sorgen, dass – bis 2050 – auch Liefer- und Wirtschaftsverkehre emissionsfrei fahren. Derzeit ist es im Hinblick auf Verkehrsdichte, Staus und Emissionen allerdings noch sinnvoll, die Logistik für sich zu optimieren und z.B. die Auslastung von Lkw bei Fahrten in der Stadt besser zu steuern.

••• Im EffizienzCluster wird der Einsatz von Elektromobilität in zahlreichen Projekten erforscht: Das Verbundprojekt eBase4Mobility (Leitthema Urbane Versorgung) entwickelt ein modular aufgebautes, raumsparendes und automatisches Parkhaus mit integrierter Batterielade- und Wechselstation, das zugleich Möglichkeiten zur Warenlagerung bietet. Im Rahmen eines Piloten im Verbundprojekt Green Logistics (Leitthema Umwelt im Fokus) hat der Projektpartner UPS ein elektrisch betriebenes Lastenfahrrad eingesetzt, um Erfahrungen für eine ökoeffiziente Tourenplanung zu sammeln. Das assoziierte Projekt E-Route beschäftigt sich schließlich mit der Nutzung von Elektrofahrzeugen im Bereich der Last-Mile-Logistik.

 

Weitere Informationen

••• Die Studie "Strategien von Städten zur Elektromobilität" des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO (36 Seiten, 2012) finden Sie hier.

••• Der Action Plan for Electric Mobility in Amsterdam "Amsterdam Electric" (2009-2011, englisch) kann hier heruntergeladen werden.

Informationen

Studie "Strategien von Städten zur Elektromobilität"

 

Der Action Plan for Electric Mobility in Amsterdam

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