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Städte im Wandel: Wie sichern wir die urbane Versorgung?

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Editorial

 

Im Fokus: Bündelung lohnt sich

 

3 Fragen an: Die Stadt als Katalysator für Elektromobilität

 

Trend: Pop-up Stores - Handelsformat oder Marketingpool?

Standpunkt: Urbane Versorgung als "Produzent gebauter Umwelt"

Stichwort: Leben und Arbeiten in der Morgenstadt

Gefördert von

Trend: Pop-up-Stores – Handelsformat oder Marketingtool?

••• Ob New York, Paris oder Berlin: In den Weltmetropolen vergeht inzwischen kaum eine Woche, kaum ein Tag, an dem nicht an irgendeiner Straße oder in irgendeinem Hinterhof ein Pop-up-Store eröffnet. „Pop-up-Stores sind temporäre Läden, in denen Hersteller ihre Marken auf Handelsebene dreidimensional präsentieren“, sagt Olga Louisa Kastner, die das Phänomen in ihrer Bachelorarbeit „Erfolgsfaktoren von Pop-up-Stores“ an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin untersucht hat. Insbesondere die Modebranche nutzt das Format: Als Prototyp der Pop-up-Stores gilt ein Guerilla Store, den ein japanisches Avantgarde-Label 2004 in Berlin eröffnete. Heute nutzen beispielsweise auch die Auto- und die Lebensmittelbranche temporäre Läden, um (neue) Produkte zu inszenieren.

Das Konzept an sich ist nicht neu, geht zurück auf die Tradition der fahrenden Händler, der Marktstände und Wanderzirkusse im Mittelalter. Die modernen Stores sind in der Regel zwischen zwei Tagen und zwei Monaten geöffnet und bieten – ähnlich einem Jahrmarkt – ein erlebnisorientiertes Rahmenprogramm. Sie sprechen insbesondere eine trendbewusste, junge und mobile Zielgruppe an: Zeitgeist-Konsumenten, die Individualität erleben wollen.

Kurzfristige operative Absatz- bzw. Umsatzziele stehen bei den Pop-up-Stores generell nicht im Vordergrund. Primär geht es den Unternehmen um langfristige, strategische Kommunikations- und Markenziele. Dementsprechend werden die Kosten für die Pop-up-Stores tendenziell auch den Marketing- und nicht den Vertriebsbudgets zugeschlagen. Olga Louisa Kastner sieht einen Nutzen auch im Brückenschlag von Online- und Offlinewelt: „e- und m-Commerce werden weiter zunehmen, doch Online-Händler haben ein Bedürfnis danach, ihre Kunden auch in der realen Welt an sich zu binden. Pop-up-Stores versprechen das haptische Erlebnis, das ein virtueller Shop nicht bieten kann.“

Bleibt die Frage, ob die „vergängliche Form der Kundeninspiration“ – so der Titel eines Research Papers des Institutes of Management Berlin, an dem Olga Louisa Kastner ebenfalls beteiligt war – tatsächlich das Zeug zu einem neuen Handelsformat hat. Die Studentin, die für ihre Bachelorarbeit mit dem Wissenschaftspreis 2013 von EHI Retail Institute und GS1 Germany ausgezeichnet wurde, sieht in den temporären Ladenkonzepten tatsächlich eher innovative Kommunikationstools: „Durch die künstliche Verknappung reagieren die Hersteller auf verschärfte Wettbewerbsbedingungen und unterstreichen die Einzigartigkeit ihrer Marke. Der Pop-up-Store ist so gesehen ein Mittel zum Zweck – wenn auch mit Potenzial.“

 

Weitere Informationen

••• Das Research Paper des IMB Institute of Management Berlin "Pop-up Stores im Modebereich: Erfolgsfaktoren einer vergänglichen Form der Kundeninspiration" von Prof. Dr. Carsten Baumgarth und Olga Louisa Kastner (34 Seiten, 2012) finden Sie hier.

••• Der Lebensmittel-Onlinehandel liegt in Deutschland ebenfalls im Trend. Die Autoren Miriam Linder und Carsten Rennhak von der EBS Business School beleuchten in ihrem Beitrag „Lebensmittel-Onlinehandel in Deutschland“ (46 Seiten, 2012) Voraussetzungen, Status quo und Erfolgsfaktoren – auch aus Sicht der Logistik. Der Beitrag aus der Reihe Reutlinger Diskussionsbeiträge zu Marketing & Management kann hier als pdf heruntergeladen werden.

Informationen

Research Paper des IMB "Pop-up-Stores im Modebereich: Erfolgsfaktoren einer vergänglichen Form der Kundeninspiration"

 

Voraussetzungen, Status quo und Erfolgsfaktoren im Online-Lebensmittelhandel für die Logistik - hier.

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